Von besonderer Bedeutung ist in der Aphasietherapie die Angehörigenbetreuung. Aphasie ist eine Sprachstörung und damit eine Kommunikationsstörung.
Kann der eine nicht sprechen, so kann der andere ihn nicht verstehen und dadurch entsteht für beide Seiten ein Problem. Die Aphasie betrifft somit die ganze Familie und die Therapie schließt vor allem die nächsten Angehörigen mit ein.
Die sprachliche Rehabilitation eines Aphasikers endet nie. Bisher unverwendetes Nerven- und Gehirngewebe bietet in der Rehabilitation die Basis für das Wiederherstellen einzelner Funktionen. Noch Jahre nach dem Ereignis können Verbesserungen eintreten.
So wie sich jeder Mensch zeit seines Lebens weiterentwickelt, so entwickelt jeder Aphasiker ob verbal (über sein Sprechen) oder nonverbal ( z.B. über bestimmte Gesten oder das Zeigen) seine eigenen Kommunikationswege.
Was zählt ist, dass sich die Betroffenen nicht in die kommunikative Isolation manövrieren. Wichtig ist sie aufzufordern, aktiv an der Kommunikation teilzunehmen mit welchen Mitteln auch immer.
Haben sie Mut, sich und ihren Angehörigen Zeit zu geben, neue Kommunikationswege zu gehen.